Der Meister-der-Insel-Zyklus

Teil VII
Andromeda-
Breakdown

Die Poster

"Andromeda-Breakdown" 

Der Multiduplikator läuft. Rhodan kämpft mit seinem Doppelgänger.

"Andromeda-Breakdown"

von Michael Pfrommer
& Kurt Kobler

Das siebte

PERRY-RHODAN-Fanprojekt

des T C E
zum

"Meister der Insel"-Zyklus

Titelbild Andromeda-Breakdown - (c) Roland Wolf, Michael Pfrommer

Die CREST III ist in der Nähe von History in einer Sonnenumlaufbahn gefesselt, denn in dem Ultraschlachtschiff schwebt unsichtbar eine hundert Meter durchmessende Halbraumblase, in der sich mehr als zwanzig Duplo-Haluter zum finalen Angriff rüsten.
Eine Attacke, der die Besatzung des Flaggschiffs nichts entgegenzusetzen hätte.
In letzter Sekunde gelingt es Perry Rhodan, in die Halbraumblase vorzudringen, doch stößt er dort auf den genialsten Strategen seiner Zeit, den letzten der MdI.
Perry Rhodan steht vor einem ebenbürtigen Gegner, der auch als Psychologe meisterhaft agiert.
Faktor XIV treibt den Terraner an die Grenzen seiner physischen und psychischen Existenz.

Doch was ist das Ziel des Strategen?
Zielt er tatsächlich auf das Flaggschiff?
Will er die Besatzung duplizieren, oder denkt er in weit kosmischeren Dimensionen?
In der Tat scheint er mehr an der von History stammenden Amazone Thalestris interessiert zu sein als an Rhodan selbst, denn dem Strategen geht es um die Geschichte der Milchstraße, die vor fünfzigtausend Jahren mit dem Zusammenbruch des Halutischen Imperiums eine dramatische Wendung erfuhr.

Und so kämpft Perry Rhodan nicht nur mit dem MdI, es ist vor allem ein Duell mit der Zeit.
Wird es gelingen, die Zeitlinie zu bewahren?


Leseprobe:

Der Duplo

Auf dem Justierungsplaneten des Holoin-Fünfecks

Rhodan erwachte und das nicht etwa in dem Gitterkäfig, in dem er eingeschlafen war.
Nein, er lag jetzt in einer Wanne und in einer nahezu transparenten Flüssigkeit. Sehen konnte er kaum etwas, nur diffuse Helligkeit. Er benötigte einige Sekunden, ehe ihm bewusst wurde, dass er vollkommen untergetaucht war, auch wenn er ohne Probleme atmen konnte.
Während er noch um Orientierung rang, wurde er bereits von Kraftfeldern aus der Wanne gehoben und splitternackt auf die Füße gestellt. Zwei nicht-humanoide Roboter schwebten um ihn herum, die ihn mit mehreren Tentakelarmen stützten.
Unterdessen flossen die Reste der Flüssigkeit von ihm ab, während er sich das widerliche Zeug aus der Lunge hustete. Die Hustenanfälle verebbten glücklicherweise bald, Minuten, in denen er die Flüssigkeit auf den Boden spuckte, wo sie zusammen mit der restlichen Brühe verschwand. Die ganze Zeit versuchte er benommen, seine Situation irgendwie einzuordnen, und das unangenehme Gefühl der Nacktheit zu verdrängen. Zumindest gewährte ihm die Husterei eine Gnadenfrist, so dass er seine Umgebung ins Auge fassen konnte. Wo war er eigentlich, verdammt noch mal?
Nun, er stand in einem vielleicht vierzig Quadratmeter großen Raum mit sanft fluoreszierenden Wänden, in die positronische Eingabeflächen eingelassen waren. Panels, vor denen schwebende Roboter ihren Dienst versahen. Die unterschiedlich großen Maschinen waren samt und sonders würfelförmig. Er registrierte es nur am Rande, schweiften doch seine Gedanken immer wieder zurück zu jenem Moment, in dem er die Augen geschlossen hatte. Wieso war er in diesem Scankäfig eingeschlafen und nun in einer Wanne aufgewacht? Das ergab doch überhaupt keinen Sinn. Gucky hatte ihm von der SUSAMA nichts Vergleichbares berichtet.
Und warum hatte er überhaupt in diesem Tank gelegen? Die Frage dominierte seine zusehends hektischeren Überlegungen, während er zwischen den Hustenanfällen die Roboter beobachtete. Sie schwebten auf unsichtbaren Antigravfeldern und besaßen sechs Arme, die an verschiedenen Seiten des Würfels ansetzten. Sie überprüften offensichtlich seine Vitalfunktionen. Er spürte sogar hier und da einen kleinen Stich. Anscheinend wurde ihm Blut abgenommen.
Und dann hängte ihm ein Robot seinen Zellaktivator um. Rhodan atmete schon auf, als ihm auffiel, dass das lebenswichtige Gerät offenbar nicht arbeitete, was ihn erneut verunsicherte. Wo blieb das erfrischende Prickeln, das der Aktivator sonst durch seine Glieder sandte? Trotzdem beruhigte sich sein Kreislauf zusehends, sodass ihn die stützenden Tentakel schließlich losließen. Testweise. War der Aktivator am Werk, ohne dass er es bemerkte?
Nun, wenigstens war er mittlerweile trocken, so trocken wie der Boden, als hätte der Belag die Flüssigkeit buchstäblich aufgesaugt. Als Rhodan sich umdrehte, vorsichtig, um sein Gleichgewicht nicht zu verlieren, stand die Wanne immer noch hinter ihm. Es gab allerdings nicht nur diese eine! Er zählte nicht weniger als zehn, die sich in einem Karussell zu drehen schienen. Auf diese Weise konnten sie eine nach der anderen aus der Wand gefahren werden. Wer lag in den anderen Wannen?
Die Frage beunruhigte ihn, doch da schwebte ihm bereits ein weiterer Roboter entgegen, der ihn nun wie ein Kind an die Hand nahm, um ihn durch ein Schott eine Rampe hinunterzuführen, dem Ausgang entgegen.
Und jetzt begriff er! Er war in einem Multiduplikator erwacht! In einem Duplikator …
Die riesige Apparatur mit ihren pseudogotischen Aufsätzen ragte über ihm bis zur Decke des wenigstens zehn Meter hohen Raumes empor.
Die Erkenntnis traf ihn wie ein Peitschenhieb, während die albtraumhaften Konsequenzen über sein Bewusstsein hereinbrachen wie ein Tsunami.
Er wusste mit Sicherheit, dass er eingeschlafen war, aber an diese Wanne erinnerte er sich nicht. Und wieso war er überhaupt in einem Multiduplikator erwacht? War er am Ende ..., gar nicht er selbst? Es war diese Frage, die er bisher geradezu krampfhaft gemieden hatte, und die ihn nunmehr ansprang wie ein böses Raubtier. Nicht nur die Frage, sondern auch die Antwort.
Der Schock war so elementar, dass er um ein Haar das Gleichgewicht verloren hätte. Die Sensorik ‚seines' Roboters arbeitete zum Glück ausgezeichnet, griff ihm dieser doch sofort mit zwei weiteren Armen unter die Achseln. Rhodans Kreislauf spielte immer noch verrückt, sodass ihm die Maschine schließlich eine Injektion verabreichte. Das Medikament stabilisierte seinen Metabolismus, was er bestürzenderweise als Erniedrigung erlebte. Die Wirkung demonstrierte ihm ganz unmissverständlich, wie anfällig er war, und wie perfekt die Robots seinen Körper beherrschten. Die Roboter und nicht er selbst.
Er war in einem Multiduplikator erwacht!
Der schreckliche Satz hämmerte hinter seiner Stirn, ununterbrochen.
Im Grunde ließ dies alles nur eine einzige Schlussfolgerung zu. Er …, er war ein Duplo. Eine frisch geborene Kopie. Ein Kunstprodukt einer zynischen Biotechnologie. Ein Geschöpf der Meister, ihr Eigentum, ein Diener, ein ergebener Diener …



Autoren:
Michael Pfrommer & Kurt Kobler

200 Seiten
DIN A5-Format, Softcover

Titelbild: Roland Wolf, Michael Pfrommer
TERRANISCHER CLUB EDEN - Dezember 2019

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Letztes Update am 25.01.2020